Operette

Pariser Leben

Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy | Musik von Jacques Offenbach | In einer Spielfassung von Peter Lund | Nach der deutschsprachigen Übersetzung | von Carl Treumann |
Herz
5 von 5
Show
4 von 5
Humor
5 von 5
Spannung
3 von 5
Familie
4 von 5
Weltausstellung, 1867: In den Straßen von Paris herrscht dichtes Gedränge und alle Sprachen der Welt plappern um die Wette. Unter Napoleon III. weht ein liberaler Wind, der die Stadt zum sozialen Möglichkeitsraum werden lässt. Bereits 1866 uraufgeführt, spielt Offenbachs Pariser Leben in der absoluten Gegenwart, denn die Weltausstellung ist Ort und Zeit der Handlung.
Der reiche Lebemann Gardefeu hofft auf ein Stelldichein mit der schönen schwedischen Baronin Gondremark, die mit ihrem Mann – welcher sich vor allem für die Grisetten in den Varietés interessiert – das pralle Großstadtleben erkunden will. Um sich seine Chance auf ein Liebesabenteuer nicht entgehen zu lassen, behauptet Gardefeu kurzerhand, seine imposante Stadtwohnung sei ein Grand Hotel, und quartiert das schwedische Touristenpaar bei sich ein. Nur braucht ein echtes Hotel auch Gäste! Deshalb schlüpfen die Dienstbot*innen des Hauses in die Rollen feiner Herrschaften, um gemeinsam mit den echten Adligen zu soupieren. Das Ganze endet natürlich in einem anarchischen und feuchtfröhlichen Gelage, auf dem plötzlich die Verhältnisse kopfstehen.

Ja, so ist es, das berühmte Pariser Leben, das Regisseur Peter Lund, der an der Staatsoperette bereits mit seiner Clivia-Inszenierung für Begeisterung sorgte, in einer neuen Spielfassung temporeich auf die Bühne bringt. Freuen Sie sich auf die vielleicht lustvollste Offenbachiade, die mit satirischem Witz als Ode an die Freiheit die Klassenverhältnisse tanzen lässt.