Oper
Hänsel und Gretel
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Freuen Sie sich auf den Klassiker, der alle Zuschauerherzen in der Advents- und Weihnachtszeit höherschlagen lässt: Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel. 1893 in Weimar uraufgeführt, begeistert das Märchenspiel bis heute mit schier unbändiger, klangmalerischer Poesie. Es lässt nicht nur Zauberwald und Hexenhaus auf der Bühne lebendig werden, sondern sorgt für echte Ohrwürmer; denn „Brüderchen komm tanz’ mit mir“ oder „Ein Männlein steht im Walde“ kann jedes Kind mitsingen.
Das Libretto – unter Federführung der Schwester des Komponisten, Adelheid Wette, entstanden – macht aus der Grimm’schen Vorlage ein bürgerliches Lehrstück über Hunger und Not, ebenso wie Gemeinschaft und Liebe. Am Ende obsiegt der familiäre Zusammenhalt, während das Böse in allen Fassungen des Märchens mit der Figur der Hexe klar markiert ist. Die Hexe ist Sinnbild von Weiblichkeit und Mutterschaft jenseits normativer Rollenbilder: die strafende, böse, egoistische Mutter, die Leben vernichtet anstatt zu schenken. Waren in frühen weiblichen Gottheiten beide Aspekte gleichermaßen integriert, trennt der christliche Dualismus sie in ein „entweder / oder“ – in ein „gut oder böse“, „Himmel oder Hölle“, „Heilige oder Hexe“. Intendantin und Regisseurin Kathrin Kondaurow befragt in ihrer opulenten Neuinszenierung liebevoll und mit großer Fantasie die Figur der Hexe und sucht mit ihrem Team nach neuen Bildern jenseits alter Klischees.
Das Libretto – unter Federführung der Schwester des Komponisten, Adelheid Wette, entstanden – macht aus der Grimm’schen Vorlage ein bürgerliches Lehrstück über Hunger und Not, ebenso wie Gemeinschaft und Liebe. Am Ende obsiegt der familiäre Zusammenhalt, während das Böse in allen Fassungen des Märchens mit der Figur der Hexe klar markiert ist. Die Hexe ist Sinnbild von Weiblichkeit und Mutterschaft jenseits normativer Rollenbilder: die strafende, böse, egoistische Mutter, die Leben vernichtet anstatt zu schenken. Waren in frühen weiblichen Gottheiten beide Aspekte gleichermaßen integriert, trennt der christliche Dualismus sie in ein „entweder / oder“ – in ein „gut oder böse“, „Himmel oder Hölle“, „Heilige oder Hexe“. Intendantin und Regisseurin Kathrin Kondaurow befragt in ihrer opulenten Neuinszenierung liebevoll und mit großer Fantasie die Figur der Hexe und sucht mit ihrem Team nach neuen Bildern jenseits alter Klischees.