Jolana Slavíková

Mezzosopran
Die tschechische Mezzosopranistin Jolana Slavíková ist Preisträgerin der drei Sonderpreisen bei der Éva Marton Singing Competition 2022 in Budapest, Preisträgerin der Gabriela Beňačková Vocal Competition und Finalistin der International Vocal Competition in s’Hertogenbosch. Jolana wird in der Saison 23/24 als Carmen an der Ungarischen Staatsoper in Budapest, als Isabella (L’Italiana in Algeri) am Theater Wroclaw, als Küchenjunge (Rusalka) am Theater Erfurt, als Eva (Adamo ed Eva, J. Mysliveček) am Theater Liberec und als Suza (Polnische Hochzeit) an der Staatsoperette Dresden zu erleben sein. Von 2019 bis 2023 war sie ein festes Ensemblemitglied der Staatsoperette Dresden, wo sie u. a. als Stasi (Die Csardásfürstin), Suza (Polnische Hochzeit) oder Papagena (Zauberflöte) zu erleben war.
In der Spielzeit 2018/2019 war Jolana Mitglied des Thüringen Opernstudios, wo sie unter anderem die Rolle von Zerlina in „Don Giovanni“ an dem Deutschen National Theater Weimar gesungen hat. Sie war als Sacerdotessa in „Aida” am Theater Erfurt oder als Vlasta in „Die Passagierin" und Clara Schumann in der Collage „Geliebtes Clärchen“ von Kay Kunze am Theater Gera zu erleben. Im Sommer 2017 übernahm sie Partie der Pepa in der Neuproduktion von „Tiefland“ am Théâtre du Capitol in Toulouse und im Dezember spielte sie Gretel in der Wiederaufnahme „Hänsel und Gretel für Kinder“ an der Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2016/2017 gastierte sie als Musetta in Puccini‘s „La bohéme“ am F. X. Šalda Theater Liberec.
Jolana schloss ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Hedwig Fassbender und Klesie Kelly-Moog ab. Ihr Masterstudium vollendete an der Hochschule für Musik Franz Liszt in der Klasse von Prof. Siegfried Gohritz in Weimar. Seit 2019 arbeitet sie privat mit Sopranistin Christina Vasileva.
2018 nahm Jolana Slavíková am 12. Internationalen Meisterkurs der NEUEN STIMMEN teil. Wichtige musikalische Impulse bekam sie von Brigitte Fassbaender, Helmut Deutsch, Enza Ferrari, Rudolf Piernay und Edith Mathis. Jolana Slavíková ist Trägerin des DAAD-Preises 2016 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender. Sie wird von der Giovanni-Omodeo Stiftung und von der ArteMusica Stiftung unterstützt und ist zudem Stipendiatin des Kulturministeriums der Tschechischen Republik.





Pressestimmen

24. April 2023 | Heiko Nemitz
Dresdner Morgenpost
Sehnsucht nach Heimat
Staatsoperette feiert vergessenen „Polnische Hochzeit“

Der vertriebene Freiheitskämpfer Boleslav (Daniel Pataky als lyrischer Heißsporn) kehrt illegal ins russisch besetzte Polen zurück, seiner Jugendliebe Jadja wegen (zauberhaft: Steffi Lehmann). […] Lebemann Staschek (Elmar Andree) erobert als Scheusal die Herzen des Publikums. Die dominante Gutsverwalterin Suza (herrlich durchtrieben: JolanaSlavíková) und ihr Geliebter Casimir (witzig: Andreas Sauerzapf) versuchen, Jadjas Hochzeit mit dem Schurken trickreich zu verhindern.

Das opulent choreografierte, in meist traditionellen polnischen Trachten gekleidete Ensemble wirbelt begeisternd, Chefdirigent Johannes Pell formt die musikalische Stilvielfalt von dramatischem Duett, folkloristischem Tanz mit Kinderchor, Klezmer-Einlage und Jazznummer zu einem einheitlichen Guss.

Eine unterhaltsame Wiederentdeckung mit mitreißender Musik und großen Stimmen - schön.
24.4.2023 | Jens Daniel Schubert
Sächsische Zeitung
Erstmals auf einer deutschen Bühne
Es muss nicht immer Broadway sein: Die Staatsoperette Dresden feiert „Polnische Hochzeit“ mit Folklore, Herzschmerz und einem guten Ende.

[…] Johannes Pell musiziert mit Orchester, Chor, Kinderchor und Solisten Beers Musik klangvoll aus. So hat die Geschichte das große Feeling silberner Operette mit einem Einschlag jazziger Tanzmusik und einer Ahnung von den großen Tableaus à la Hollywood und Broadway. […]
Jolana Slavíková als zupackende Suza (hat es) leichter, zumal sie mit Sympathieträger Andreas Sauerzapf einen flotten Casimir an ihrer Seite hat. Große Gefühle, große Stimme zeigen Steffi Lehmann und Daniel Pataky als Liebespaar Jadja/Boleslav. […]

Das Publikum zeigte sich begeistert, ließ sich von Stück und Musik mitreißen und feierte die Operette.