21.08.2019

Preisverdächtig

Staatsoperetten-Produktion „Der Mann mit dem Lachen“
für den Deutschen Musical Theater Preis nominiert
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Die Jury der Deutschen Musical Akademie hat aus allen 28 Bewerberproduktionen der Spielzeit 2018/2019 die Nominierten für den Deutschen Musical Theater Preis 2019 bekanntgegeben:

Die Produktion „Der Mann mit dem Lachen“ wurde in den folgenden vier Kategorien für den Deutschen Musical Theater Preis 2019 nominiert:Bestes Musikalisches Arrangement: Matthias Suschke, Frank Nimsgern und Peter Christian Feigel
Bestes Kostümbild & bestes Maskenbild: Uta Loher und Conny Lüders
Bester Darsteller in einer Hauptrolle: Jannik Harneit
Beste Darstellerin in einer Nebenrolle: Angelika Mann

Die Mitglieder der Deutschen Musical Akademie werden in den nächsten Wochen in 14 Kategorien abstimmen. Die Gewinner des Deutschen Musical Theater Preises werden bei der Gala-Veranstaltung am 7. Oktober 2019 im Schmidts Tivoli in Hamburg bekanntgegeben.


Das Musical „Der Mann mit dem Lachen“ (Musik: Frank Nimsgern, Buch und Dialoge: Tilmann vonBlomberg, Liedtexte: Alexander Kuchinka) erlebte am 24. April 2019 seine Urauffühung an der Staatsoperette Dresden. Als literarische Vorlage für dieses Auftragswerk diente Victor Hugos historischer Roman
„L‘homme qui rit“. „Der Mann mit dem Lachen“ steht ab 25. Januar 2020 wieder auf dem Spielplan der Staatsoperette.
12.08.2019

It's Showtime

Staatsoperette Dresden startet unter neuer Intendanz mit einer Revue-Premiere
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Unter der neuen Intendanz von Kathrin Kondaurow beginnt am 7. September die Saison 2019/20 an der Staatsoperette Dresden. Der Schwerpunkt des Spielplans liegt auf den Anfängen des Unterhaltungstheaters, den ab der Jahrhundertwende entstandenen großen Shows, Revuen, Musicals und Operetten. Zeitgemäß interpretiert und dennoch dem Zeitgeist der Werke entsprechend wird die Umsetzung der Premierenstücke sein, für die renommierte Regisseure erfrischende Lesarten gefunden haben. Inhaltlich konzentriert sich das Haus weiterhin auf sein Kerngeschäft: Hochwertiges Unterhaltungstheater mit einem vielfältigen Operetten- und Musicalrepertoire.
Gleich zu Spielzeitbeginn holt die Revue „HIER und JETZT und HIMMELBLAU“ den Glamour der 20er-Jahre auf die Bühne der Staatsoperette. Autor und Regisseur Jan Neumann schrieb das Buch für diese facettenreiche, doppelbödige Revue. Premiere ist am 7. September 2019.

Schauplatz ist das Grand Plaisir, ein fiktives Revue-Theater, dessen Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren Lebensgeschichten episodenhaft ins Zentrum der Erzählung rücken und ihre ganz persönliche(Lebens-)Revue durchleben. Es wird gestritten und gelacht, über Glück und Fremdgehen philosophiert, der Sehnsucht nach Liebe und der Einsamkeit eines Millionärs nachgespürt, Fragen nach Jugend und Vergänglichkeit werden gestreift, Zwänge und Sorgen abgeschüttelt.
Dazu eine Musik, die mit Friedrich Hollaender und Mischa Spoliansky in die Goldenen Zwanziger entführt, gleichzeitig über den Dresdner Komponisten und zweifachen Echo-Gewinner Sven Helbig und den Deutschpop-Star Wincent Weiss den Bogen ins Heute spannt.

Jan Neumann, der seit seiner ersten Stückentwicklung „goldfischen“ von 2004 bereits auf 27, zumeistkomödiantische Theatertexte verweisen kann, widmet sich mit dieser Revue erstmals einem musiktheatralen Genre. Nach seiner Schauspielausbildung wurde er festes Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel in München und am Schauspiel Frankfurt. Mittlerweile arbeitet er als Regisseur und Autor. Er inszenierte unter anderem am Schauspiel Köln und am Maxim Gorki Theater Berlin, am Staatsschauspiel Stuttgart und am Schauspielhaus Bochum. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Jan Neumann Hausregisseur am Deutschen Nationaltheater Weimar.


„HIER und JETZT und HIMMELBLAU“
Eine Revue
Text von Jan Neumann | Musik von Leo Fall bis Friedrich Holländer, von Sven Helbig bis Wincent Weiss |
Ein Auftragswerk der Staatsoperette Dresden

Team
Musikalische Leitung: Andreas SchüllerRegie: Jan Neumann
Bühne: Cary Gayler
Kostüme: Nini von Selzam
Choreinstudierung: Thomas Runge
Choreographie: Radek Stopka
Dramaturgie: Heiko Cullmann, Kathrin Kondaurow

Mitwirkende
Laila Salome Fischer, Dimitra Kalaitzi, Beate Korntner, Steffi Lehmann, Jeannette Oswald, Maria Perlt,Silke Richter, Ingeborg Schöpf,
Herbert G. Adami, Hauke Möller, Bryan Rothfuss, Andreas Sauerzapf, Gerd Wiemer
Ballett, Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden

Premiere: 7. September 2019, 19.30 Uhr
16.07.2019

Spielzeit-Bilanz 2018/19

15.000 Besucher mehr
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Die Spielzeit 2018/19 – die letzte unter der Intendanz von Wolfgang Schaller – ging am 14. Juli 2019 erfolgreich zu Ende. Wolfgang Schaller selbst wurde im Rahmen einer musikalischen Gala am 7. Juli noch einmal gefeiert und zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt.

Die Saison 2018/19
Erstmals stand mit den beiden Einaktern »Die schöne Galathée« und »Gianni Schicchi« ein Doppelabend auf dem Programm der Staatsoperette Dresden. Axel Köhler inszenierte beide Werke, die musikalische Leitung lag in den Händen von Chefdirigent Andreas Schüller.
Im Januar kehrte mit »My Fair Lady« eine Legende an die Staatsoperette zurück. Die frische Inszenierung von Regisseur Sebastian Ritschel bleibt der Geschichte treu, versprüht modernen Charme und bedient sich heutiger Bilder, ohne jedoch das Stück zu verbiegen. Das Konzept ging auf – die »Lady« gehört zu den Inszenierungen, für die man äußerst schwer Karten bekommt.
Uraufführungen im neuen Haus zählten zu den programmatischen Schwerpunkten der Intendanz Schaller. Und so kam nach »Zzaun! – Das Nachbarschaftsmusical« (März 2018) mit »Der Mann mit dem Lachen« die zweite Uraufführung auf die Bühne im Kraftwerk Mitte. Die literarische Vorlage für das Auftragswerk lieferte Victor Hugos historischer Roman »L’homme qui rit«. Die Musik stammt von Frank Nimsgern – ehemals Band Leader von Chaka Khan und Komponist vieler Showmusiken für den Friedrichstadtpalast, »Tatort«-Soundtracks oder von Musicals wie »POE«, »Paradise of Pain« oder »Der Ring«.
Zum Abschluss stand mit »Ein Hauch von Venus« (One Touch of Venus) ein hierzulande relativ unbekannter Kurt Weill auf dem Spielplan. Dem Haus war es immer ein Anliegen, dem großen Komponisten Kurt Weill und dessen nach der erzwungenen Emigration in der Neuen Welt entstandenen Werken, die in den deutschsprachigen Spielplänen kaum angemessen Platz finden, eine Reverenz zu erweisen. Nach »The Firebrand of Florence« (Oktober 2013) eroberte nun Weills größter Broadway-Erfolg »Ein Hauch von Venus« die neue Bühne der Staatsoperette Dresden.

Auslastung 2018/19
Die Staatsoperette Dresden beendet ihre dritte Saison im Kraftwerk Mitte mit einer Auslastung von 83 %. Die 177 Vorstellungen in der Spielzeit vom 1. September 2018 bis zum 14. Juli 2019 besuchten 99.165 Zuschauerinnen und Zuschauer und damit ca. 15.000 mehr als 2017/18.

Vergleich 2017/18 und 2018/19:
Das Haus spielte in der Saison 2018/19 insgesamt 24 Vorstellungen mehr als in der von der Havarie betroffenen Spielzeit 2017/18. Die Auslastung 2017/18 lag für alle 153 Vorstellungen (inkl. Vorbühnen-Vorstellungen und Zusatzkonzerte) bei 82,4 %, 84.178 Besucherinnen und Besucher waren zu verzeichnen.

Spitzenreiter des Repertoires 2018/19
»My Fair Lady« mit 100 %
»Die Csárdásfürstin« mit 99,6 %
»María de Buenos Aires« mit 96,4 %
Das Konzert mit Götz Alsmann und die Neujahrskonzerte konnten ebenfalls Spitzenauslastungswerte erzielen.

Woher kamen die Besucher
60,5 % aus Dresden
22 % aus dem Umland (= ab 01445 bis 02999; Gäste mit max. 1,5 Std. Anreisezeit)
17 % aus dem übrigen Deutschland
0,5 % aus dem Ausland

Fakten aus einer aktuellen Besucherumfrage
zur Nutzung und Wahrnehmung der Staatsoperette Dresden, durchgeführt vom Institut für Kommunikationswissenschaften der TU Dresden

Für die Befragten (Besucher und zufällig Ausgewählte) sind die drei wichtigsten Kriterien für einen Theater-besuch, dass sie gut unterhalten werden, dass das Theaters gut zu erreichen ist (mit Pkw oder ÖPNV) und, dass die Eintrittskarten bezahlbar sind. Die Staatsoperette Dresden erfüllt laut der aktuellen Umfrage diese drei Punkte in vollstem Maße.

53 % der zufällig Ausgewählten kennen die Staatsoperette
48,5 % der zufällig Ausgewählten haben die Staatsoperette bereits besucht
Die Befragten würden weniger Geld für eine Operettenvorstellung (20 – 39 €), als für eine Musical- oder Opernvorstellung (40 bis 59 €) ausgeben.

Informationen über Kulturangebote allgemein holen sich die Befragten vorrangig aus Zeitungen (53,2 %), von den Internetseiten der Kultureinrichtungen (31,9 %), über Suchmaschinen (31,4 %), Programmhefte und Flyer (28,8 %) und durch Empfehlungen von Freunden und Bekannten (24,8 %). Plakatwerbung und Radio spielen
eine kleinere Rolle.
24.06.2019

Zum Tod von Fritz Wendrich

Intendant der Staatsoperette Dresden von 1995 bis 2003
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Die Staatsoperette Dresden trauert um ihren ehemaligen Intendanten Fritz Wendrich. Von seinem Tod im Mai erfuhr das Haus erst am Wochenende.
Von 1995 bis 2003 leitete Fritz Wendrich die Staatsoperette Dresden. Seine achtjährige Intendanz war geprägt von Tradition und Innovation – er erweiterte den Spielplan des Hauses um das Genre Spieloper (u.a. »Zar und Zimmermann« 1997 und »Martha« 1999), durch spektakuläre Erstaufführungen (»Aspects of Love« 1997 und »The Beautiful Game« 2003, beide von Andrew Lloyd Webber), provozierende Inszenierungen und erfolgreiche Gastspiele.
Unter Fritz Wendrich etablierte die Staatsoperette Dresden ihren guten Ruf im In- und Ausland, was die Stadtpolitiker aber nicht davon abhielt, im Herbst 2002 die Schließungsabsicht in die Debatte zu werfen. Unter vollstem Einsatz hat Fritz Wendrich sich gemeinsam mit seinem Ensemble dagegen gestellt – mit dem Erfolg, dass 107.000 Unterschriften dagegen im Rathaus übergeben werden konnten.
Leider ist es ihm nicht vergönnt gewesen, den von ihm so sehr vorangetriebenen Neubau der Staatsoperette als Intendant zu erleben. Denn mit seinem unermüdlichen, kräftezehrenden und jahrelangen Ringen für einen Neubau leistete er wie auch schon seine Vorgänger Pionierarbeit für die heutige Spielstätte.

Wolfgang Schaller: »Fritz Wendrich übergab mir in bester Kollegialität ein gut funktionierendes Haus mit einem erfahrenen Ensemble. Gemeinsam kämpften wir gegen die Schließung der Staatsoperette. Es tat mir leid, dass er sich noch in den letzten Monaten seiner Intendanz mit Kürzungen des ohnehin schon viel zu knappen Etats herumschlagen musste.« 

Fritz Wendrich, geboren 1934, begann seine Theaterlaufbahn 1960 als Sänger. Nach 10 Jahren hing er diesen Beruf an den berühmten Nagel und wurde Theaterintendant, zunächst am Volkstheater Stralsund, von wo er 1976 als Generalintendant an das Staatstheater Schwerin ging. Das Deutsche Theater holte ihn von 1982 bis 1987 als stellvertretendenIntendanten nach Berlin. Von dort wechselte er nach Weimar, wo er bis 1994Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters war. Nach 33 Intendantenjahren beendete Fritz Wendrich 2003 sein aktives Berufsleben.   
13.06.2019

Weills größter Broadway-Erfolg

»Ein Hauch von Venus« - ab 22. Juni 2019 an der Staatsoperette Dresden
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Die Story
Zum Spaß steckt der New Yorker Friseur Rodney einer 3000 Jahre alten Venus-Statue den eigentlich seiner Freundin Gloria zugedachten Verlobungsring an den Finger. Auf diese Weise erweckt er die Göttin aus ihrem Marmor-Schlaf, die sich Knall auf Fall in ihn verliebt. Und damit beginnen die Probleme: Das Verschwinden der Statue wird ihm als Diebstahl angelastet, und als Venus ihre Konkurrentin Gloria zum Nordpol zaubert, landet Rodney unter Mordverdacht im Gefängnis. Als sich Rodney trotz alldem tatsächlich in den olympischen Plagegeist verliebt, muss sich die Liebesgöttin die Frage stellen, ob ein langweiliges Dasein als Hausfrau in der New Yorker Vorstadt wirklich ihrer Lebensplanung entspricht.

Weill an der Staatsoperette Dresden
Nach der Operette »Viel Lärm um Liebe« (2013/14) zeigt die Staatsoperette Dresden ab 22. Juni mit dem Musical »Ein Hauch von Venus« (One Touch of Venus) einen der größten Broadway-Erfolge Weills nach seiner Emigration Anfang der 40er-Jahre. Damit möchte das Haus dem zur Emigration gezwungen Komponisten, dem dann auch noch von Adorno nachgesagt wurde, er habe ja keinen Personalstil entwickelt, etwas Gerechtigkeit in Deutschland widerfahren lassen.

Weills größter Broadway-Erfolg
Die Musik ist stilistisch sehr facettenreich und meisterhaft instrumentiert, die Songs reichen von sanften Liebesballaden zu swingenden Tanznummern und enthalten einige der wunderbarsten Weill-Nummern überhaupt: Das verführerische »Speak Low«, den rauschenden Walzer »Foolish Heart«, das freche »I'm a Stranger Here Myself«, die Comedy-Nummer »The Trouble with Women« und natürlich den bewegenden »West Wind«.
Mit »One Touch of Venus« erzielte Weill seinen größten Broadway-Erfolg überhaupt. Das Stück brachte es in zwei Spielzeiten (1943/44 und 1944/45) auf 597 Aufführungen.
Der Song »Speak Low« rückte in der Woche vom 4. bis 12. Dezember 1943 zum meistgespielten Song in den Rundfunk-Sendern auf; bis Februar 1944 verkaufte sich eine Schallplattenaufnahme des Songs mit Guy Lombardo über 200.000 Mal, Aufnahmen mit den bekanntesten Musikern der Zeit folgten alsbald (etwa mit Billie Holiday, Glenn Miller, Jimmie Dorsey, Count Basie). Zudem hielt sich der Song bis heute im Repertoire von Interpreten, zu denen etwa Coleman Hawkins, John Coltrane, Frank Sinatra, Nat King Cole oder Barbra Streisand zählten.

Die Autoren
S.J. Perelman (Buch »Ein Hauch von Venus«) machte sich auch als Drehbuchautor einen Namen:
Für das starbesetzte auf Jules Verne basierende Epos »Around the World in Eighty Days« (In 80
Tagen um die Welt, 1956) wurde ihm der Oscar verliehen.
Ogden Nash (Buch und Gesangstexte »Ein Hauch von Venus«) hat einen Platz in der Filmgeschichte allein durch seine Arbeiten für die Marx Brothers, u.a. »Monkey Business« (Die Marx Brothers auf See, 1931).

Ein Erfolg auch ohne die Dietrich
Weill wollte eigentlich Marlene Dietrich als Venus. Sie lehnte jedoch ab und erklärte, dass sie sie »zu vulgär und profan« fände. Sie fügte hinzu, dass es von ihr als Mutter einer neunzehnjährigen Tochter kaum zu erwarten sei, dass sie ihre Beine öffentlich ausstelle (obwohl dies, als ihre Tochter jünger war, nie ein Hinderungsgrund gewesen war).
Letztendlich schlug jemand die junge Mary Martin für die Titelrolle vor, deren einzige Broadway-Reputation eine Nebenrolle in Cole Porters »Leave It to Me« (1938) war – und Mary Martin wurde über Nacht zum Star.

»Ein Hauch von Venus« (One Touch of Venus)
Musical Comedy in zwei Akten
Musik von Kurt Weill | Gesangstexte von Ogden Nash
Buch von S. J. Perelman und Ogden Nash
Nach »The Tinted Venus« von F. Anstey
Deutsch von Roman Hinze

08.05.2019

Vorverkaufsstart für die Spielzeit 2019/20

Bilanz des ersten Vorverkaufstages
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Am 7. Mai begann der Vorverkauf für die Saison 2019/20 an der Staatsoperette Dresden – und die Bilanz ist überaus erfreulich. Am ersten Vorverkaufstag wurden 1.800 Eintrittskarten für insgesamt 54.400 € gekauft. Damit konnte das Ergebnis des ersten Vorverkaufstages von 2018 in diesem Jahr um 15 % gesteigert werden.

Bemerkenswert ist, dass sich eine deutliche Verlagerung vom direkten und persönlichen Kauf an der Theaterkasse zum Kartenkauf im Internet abzeichnet. Denn 1/3 der an diesem Tag erworbenen Karten wurden online gekauft. Das entspricht einer sagenhaften Steigerung von 50 % zum Vorjahr.

Am meisten nachgefragt und gekauft wurden Karten für »My Fair Lady«, die Revue »Hier und Jetzt und Himmelblau« und Silvester, die Neujahrskonzerte, »Die Dreigroschenoper« sowie für »Follies«.

Für die Revue »Hier und Jetzt und Himmelblau« zu Silvester (15 Uhr und 19.30 Uhr) und für
»Das wird mir nicht noch mal passieren – Meine fabelhafte Jugend«, ein Abend mit Tom Pauls und dem Freddie-Ommitzsch-Studio-Ensemble am 29. Februar 2020 gibt es noch wenige Restkarten.

29.04.2019

Spende statt Premierengeschenk

Das Ensemble der Staatsoperette sammelte 850 € für den Verein »Ausgezeichnet e.V.«
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Durch eine Talkshow im Fernsehen wurde Gwynplaine-Darsteller Jannik Harneit auf »Ausgezeichnet e.V.« aufmerksam, einen Verein, der entstellte Menschen unterstützt. Er selbst spielt in dem neuen Musical »Der Mann mit dem Lachen« – das seit 27. April an der Staatsoperette zu sehen ist – einen grausam verunstalteten jungen Mann, sein Mund wurde zu einem unauslöschlichen Grinsen operiert.
Jannik Harneits Idee, auf die sonst am Theater üblichen Premierengeschenke zur Uraufführung zu verzichten und das Geld dafür dem Verein »Ausgezeichnet e.V.« zu spenden, traf sofort unter den Kolleginnen und Kollegen auf uneingeschränkte Zustimmung. Die beachtliche Summe von 850 € wird nun auf das Spendenkonto des Vereins überwiesen.

»Ausgezeichnet e.V.« wurde von Vanessa Münstermann gegründet, die 2016 schwere Verätzungen im Gesicht durch einen Säureanschlag erlitt. Sie hilft mit ihrem Verein entstellten Menschen und deren Angehörigen mit Rat und Tat, mit ihrem Netzwerk aus Therapeuten und Unterstützern – und letztendlich auch mit Geld.
www.ausgezeichnet-ev.de
28.03.2019

Abschied am Gartenzaun

Zum letzten Mal: »Zzaun! – Das Nachbarschaftmusical«
an der Staatsoperette Dresden
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Am 4. und 5. April steht letzmalig »Zzaun! – Das Nachbarschaftsmusical« auf dem Spielplan der Staatsoperette Dresden. Auf liebenswert-böse Art und Weise wird erzählt, wie aus ganz normalen, netten Nachbarn im Handumdrehen Erzfeinde werden. Und alles nur, weil Horst versehentlch eine Zaunsitze abgebrochen hat. Das wäre für seinen Nachbarn Roland an sich kein Problem, hätte sich nicht ausgerechnet heute seine Schwiegermutter zum Antrittsbesuch angemeldet, da will man natürlich einen guten Eindruck machen. Zumal sie sich schon genug darüber aufregt, dass ihr Sohn mit einem Mann zusammenlebt! Horst flickt den ramponierten Zaun so gut er kann, doch das genügt dem perfektionistischen Roland nicht: Er ruft seinen Anwalt und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die sich zur globalen Krise ausweitet...

Im Oktober 2015 erhielt »Zzaun!« bei »Creators«, dem ersten Wettbewerb für neue deutschsprachige Musicals den ersten Preis. Die Uraufführung dieses Musicals fand dann im März 2018 an der Staatsopertte Dresden statt und im August 2018 wurde »Zzaun!« mit dem Deutschen Musical Theaterpreis ausgezeichnnet.

Das Buch stammt von Tilmann von Blomberg, Musik und Songtexte von Alexander Kuchinka. Die beiden Protagonisten – Horst und Roland – werden von Axel Köhler und Christian Grygas gespielt.

Die beiden letzten Vorstellungen finden am 4. und 5. April, jeweils 19.30 Uhr, statt.
Karten von 11,50 € bis 33 €, ermäßigt von 9 € bis 26 €
unter www.staatsoperette.de oder T. 0351 320 42-222
13.03.2019

Eine spektakuläre Inschrift für eine spektakuläre Leistung

Förderforum der Staatsoperette Dresden setzt dem
Gehaltsverzicht des Staatsoperetten-Ensembles ein Denkmal
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Seit 2009 – und noch weiter bis 2021 – verzichteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsoperette auf 8 Prozent ihres Gehalts. Dadurch beteiligten sie sich mit ca. einem Viertel am Neubau des Theaters. Dieses einzigartige Engagement wurde nun fest mit dem Theater verbunden und für alle sichtbar: Ein Schriftzug, der über die gesamte Länge der Wand im Hochparkett reicht, weist auf diese Mitarbeiterspende hin.
Für das Anbringen des Schriftzuges hat sich das Förderforum der Staatsoperette Dresden e.V. stark gemacht und auch die Kosten dafür übernommen.

Prof. Werner J. Patzelt, Vorsitzender des Förderforums:
»Diese spektakuläre Inschrift erinnert an eine spektakuläre Leistung des Ensembles.Weil es  ganz außergewöhnlich ist, dass ein so großer Anteil der Kosten durch Gehaltsverzicht über so viele Jahre überhaupt aufgebracht wird. Um den nun im Foyer des Theaters angebrachten extrem langen Schriftzug (immerhin erstreckt er sich über eine Länge von 20 m) zu lesen, braucht man Zeit. Es ist vielleicht auch etwas mühsam. Aber genau das erinnert an die großen Mühen, die es bereitet hat, aus dem Provisorium in Leuben die heutige Staatsoperette zu machen. Infolge dessen passen hier Form und Inhalt bestens zusammen – und mehr kann man sich für ein Theater gar nicht wünschen.«



Der gesamte Wortlaut der Inschrift:
Seit Dezember 2016 erfreuen sich die Besucher und das Ensemble der Staatsoperette Dresden am neuen Theater im Kraftwerk Mitte. Jahrzehnte mühsamen Ringens waren notwendig, damit der Umzug aus dem Nachkriegsprovisorium am Stadtrand ins Zentrum Dresdens möglich wurde. Viele Jahre lang trugen die Mitglieder der Staatsoperette mit einem erheblichen Gehaltsverzicht entscheidend zum Gelingen dieses Neuanfangs bei. Zwischen 2009 und 2021 sparten sie einen Betrag von rund 12 Millionen Euro an. Damit beteiligten sie sich aus eigenen Einkünften mit rund einem Viertel an der Investition für ihren Neubau. Ein solches Engagement zeigt die tiefe Verbundenheit der gesamten Belegschaft der Staatsoperette mit ihrem Haus, ist bislang einzigartig und verdient bleibende Erinnerung.
Unter neuer Theaterleitung beginnt die Saison 2019/20 an der Staatsoperette Dresden: Kathrin Kondaurow wird ab September 2019 die Geschicke des Traditionshauses lenken. Der Schwerpunkt ihres ersten Spielplans liegt auf den Anfängen des Unterhaltungstheaters, den ab der Jahrhundertwende entstandenen großen Shows, Revuen, Musicals und Operetten. Zeitgemäß interpretiert und dennoch dem Zeitgeist der Werke entsprechend wird die Umsetzung der Premierenstücke sein, für die renommierte Regisseure  erfrischende Lesarten gefunden haben. Inhaltlich konzentriert sich das Haus weiterhin auf sein Kerngeschäft: Hochwertiges Unterhaltungstheater mit einem vielfältigen Operetten- und Musicalrepertoire. Dazu kommen neu Kleinkunstveranstaltungen  wie Operettenkabarett und Chansonabende  sowie  mit »Late Night Mitte« ein unkonventionelles Gesprächsformat, das Ensemble und Publikum näher zusammenrückt.

Revue die Erste: Gleich zu Saisonbeginn holt die Revue »HIER und JETZT und HIMMELBLAU« den Glamour der 20er-Jahre auf die Bühne. Autor und Regisseur Jan Neumann schreibt das Buch für diese vielfältige Inszenierung. Das gesamte Ensemble des Hauses mit Solistinnen und Solisten, Chor, Ballett und Orchester zeigt alles und verführt mit überwältigenden Shownummern. Gleichzeitig tauchen wir in  lyrischen, melancholischen und komischen Momenten in unsere eigene schillernde, ja revuehafte, Realität ein. Der Soundtrack dazu – ein ungewöhnlicher Mix aus Operettenschlagern, Liedern und Chansons – reicht von Musik von Leo Fall bis Friedrich Hollaender, vom zweifachen Echo-Gewinner Sven Helbig bis zum Deutschpop-Star Wincent Weiss.
Premiere: 7. September 2019

Revue die Zweite: Das Musical »Follies«, die nächste Premiere der Spielzeit, entführt in ein altes Revuetheater, das kurz vor dem Abriss steht. Dort treffen sich einstige Stars der Bühne zu ihrer letzten Show. Sie schwelgen in Erinnerungen, verlieben, streiten und vertragen sich. Das alles eingebettet in virtuose Shownummern, die den alten Glanz neu versprühen. Sondheims grandiose Musik und die neue, spritzige Textfassung von Martin G. Berger holen den Broadway – und in der Staatsoperetten-Inszenierung den DDR-Charme – nach Dresden.
Premiere: 2. November 2019

Großes Unterhaltungstheater verspricht auch Offenbachs »Die Banditen«. Mit großer Komik und viel Gespür für aktuelles Zeitgeschehen wird der österreichische Regisseur Valentin Schwarz (Gewinner des Ring Award 2017) dieses Stück im Offenbach‘schen Geist auf die Bühne bringen: Denn wo sitzen die wahren Banditen – in der gesellschaftlichen Oberschicht oder auf der Straße?
Premiere: 28. Februar 2020

Mit der opulenten Revue-Operette »Casanova« schließt sich der inhaltliche Bogen dieser Spielzeit. Noch einmal gibt es rasantes Unterhaltungstheater im Spannungsfeld zwischen Liebe, Macht und Politik. Humorvoll und mit einem weiblichen Blick auf das Leben dieses legendären Machos wird Sabine Hartmannshenn dessen turbulente Geschichte  in Szene setzen. Ralph Benatzky verwendete bis dato unbekannte Kompositionen von Johann Strauss und kreierte walzerselig-schmissige Melodien, die die unvergleichlichen Comedian Harmonists erst bekannt machten.
Premiere: 16. Mai 2020

Familienmusical von Kindern für Kinder: Seit seinem Erscheinen im Jahre 1929 ist Erich Kästners »Emil und die Detektive« eines der erfolgreichsten Kinderbücher überhaupt. Von seiner Beliebtheit zeugen nicht allein die zahlreichen Verfilmungen, sondern auch das 2001 in Berlin uraufgeführte Musical des Komponisten Marc Schubring mit seinen ohrwurmverdächtigen Gassenhauern im Stile der wilden 20er Jahre. In der Neuinszenierung der rasanten Großstadtrallye von Swaantje Lena Kleff stehen der Kinderchor und der Jugend-Musical-Chor der Staatsoperette Dresden in den über 20 Kinderrollen auf der Bühne. Unterstützt werden sie von einem Orchester aus Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden, das unter der musikalischen Leitung von Christian Garbosnik steht.
Premiere: 12. Juni 2020


Weiter im Repertoire: »Die schöne Galathée | Gianni Schicchi«, »My Fair Lady«, »Die Csárdásfürstin«, »Die Dreigroschenoper«, »Ein Hauch von Venus«, »Hänsel und Gretel«, »Der Mann mit dem Lachen«, »Die Zauberflöte«, »María de Buenos Aires», »Frau Luna«, »Die lustige Witwe«, »Backstage«

Neue Saison – neue Optik
Klassisch, geradlinig und elegant will die neue Optik das Genre Operette edeln und steht für hochwertiges, glanzvolles Unterhaltungstheater. Das neue Logo der Staatsoperette ist eine Referenz an den Standort Kraftwerk Mitte, einem ehemaligen Industriestandort aus dem 19. Jahrhundert. Die Linien stehen bildhaft für die Gleise auf dem Areal des Kraftwerks, für Backstein-Architektur oder die markanten Schornsteine. Zugleich wird aber auch der musisch-theatrale Anspruch damit verknüpft: Die fünf Linien erinnern an Notenlinien, einen Gitarrenhals oder eine Klaviatur – oder auch an einen ausgerollten Premierenteppich.