Konzert
Carmina Burana
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Carl Orffs weltliche Gesänge, die Carmina Burana, begeistern und polarisieren. Allein der gewaltige Eingangschor „O Fortuna“ ist ebenso musikalische Überwältigung wie popkulturelles Monument. Doch der archaische Auftakt täuscht über die sinnliche Weltgewandtheit der mittelalterlichen Textsammlung hinweg, die teils derb, teils zart und zotig eine Feier des Leiblichen ist und von Orff effektvoll in Musik gegossen wurde. Entdeckt wurde die Anthologie aus 254 Texten des 12. und 13. Jahrhunderts, die in Mittelhochdeutsch, Altfranzösisch und Latein abgefasst sind, 1803 in der Bibliothek des bayerischen Klosters Benediktbeuern. Sie gilt als einzigartige Quelle mittelalterlicher Alltagskultur. In der Sammlung finden sich Spottgesänge, Liebesgedichte, Erotika ebenso wie Trinklieder. Auch wenn Orff sich in seiner Vertonung an mittelalterlichen Kompositionstechniken orientiert, sind seine Carmina Burana zuvorderst zeitgenössische Musik des 20. Jahrhunderts mit einem komplizierten Erbe: Uraufgeführt wurden sie 1937 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten. Begegneten die Kulturfunktionäre dem Werk vorerst mit Skepsis, waren die Carmina Burana dennoch ein großer Erfolg im nationalsozialistischen Deutschland.
Orffs Lieder erklingen nun erstmals an der Staatsoperette, interpretiert von Solist*innen des Ensembles, dem Chor der Staatsoperette, verstärkt durch den Kinderchor, den Bürger*innenchor sowie Studierende der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und begleitet vom Orchester unter der musikalischen Leitung von Konrad Schöbel, der sich als neuer Chordirektor dem Publikum vorstellt. An fünf Abenden öffnet sich so die dramatisch-sinnliche Welt der Carmina Burana zwischen Ekstase, Humor und der Unberechenbarkeit Fortunas.
Orffs Lieder erklingen nun erstmals an der Staatsoperette, interpretiert von Solist*innen des Ensembles, dem Chor der Staatsoperette, verstärkt durch den Kinderchor, den Bürger*innenchor sowie Studierende der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und begleitet vom Orchester unter der musikalischen Leitung von Konrad Schöbel, der sich als neuer Chordirektor dem Publikum vorstellt. An fünf Abenden öffnet sich so die dramatisch-sinnliche Welt der Carmina Burana zwischen Ekstase, Humor und der Unberechenbarkeit Fortunas.