Toni Burghard Friedrich

Regieassistent / Regisseur
… studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Erste Regiearbeiten realisierte er ab 2012 mit dem Dresdner Opernkollektiv szene12, etwa Mozarts Apollo und Hyacinthus, Haydns Il mondo della luna, Don Giovanni sowie La bohème. Am Gerhard-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau inszenierte er u. a. David Mamets Schauspiel Oleanna und die Kammer-Revue Dinner für Vier, für die er als Autor, Regisseur und Ausstatter verantwortlich zeichnete. Seit der Spielzeit 2018 / 19 ist er als Regieassistent an der Staatsoperette engagiert, wo er die Operetten-Sitcom The Singers inszenierte und regelmäßig das Gesprächsformat Late Night Mitte moderiert.

Pressestimmen

13.9.21 | Nicole Czerwinka
Dresdner Neuste Nachrichten
Sehnsuchtsapparat mit Alpenillusionen
Bei Toni Burghard Friedrich wird das „Weiße Rössl“ an der Dresdner Staatsoperette zur Überraschungskiste.

[…] zeigt Regisseur Toni Burghard Friedrich bei seinem Debüt am Haus eine herzerfrischend humorvolle Lesart des populären Bühnenschlagers. […] Nein, vermissen wird man wirklich nichts in diesem „Rössl“. […] Christian Grygas gibt einen wunderbar gehetzten Kellner Leopold […] Laila Salome Fischer als strenge Geschäftsfrau gezeigt, die sich nicht so schnell ins Herz blicken lässt. […] Markus Liske bringt als berlinernder Wilhelm Giesecke lebensfrohes Lokalkolorit ins Spiel. Das „Rössl“ ist zwar nicht Mallorca, aber lustig wird es dennoch – wofür auch seine Tochter Ottilie sorgt, die Christina Maria Fercher als flotte Biene zeigt. […] Die Überraschung des Abends ist wohl Ella Rombouts als Hausmädchen Kathi. Sowohl stimmlich als auch spielerisch zieht sie immer wieder die Blicke auf sich und verführt mit viel Humor den schönen Sigismund alias Riccardo Romeo zum leidenschaftlichen Kuss. […] Schlagfertige Dialoge, köstliche Situationskomik, pfiffige Choreografien (Marie-Christin Zeisset) und die enthusiastische Spielfreude des Ensembles, die bis in den Orchestergraben ausstrahlt, machen den Abend zum unbeschwerten Vergnügen. […] Das Orchester der Staatsoperette Dresden beweist unter der Leitung von Johannes Pell dabei eindrücklich, dass weniger tatsächlich mehr sein kann.

13.9.21 | Joachim Lange
Freie Presse
Für ein paar Münzen gibt es Berge fürs Jodeln
Die Revue-Operette „Im Weißen Rössl“ hat an der Staatsoperette Dresden viel Berlinbezug. Für das Alpine muss ein „Öster-reich-O-Mat“ aushelfen ...

Für die neue Dresdner Inszenierung haben sich Regisseur Toni Burghard Friedrich und der Dirigent Johannes Pell für die längst selbst schon legendäre Fassung von Ralph Benatzkys Genie-Streich entschieden, mit der die Geschwister Pfister 1994 in der Berliner „Bar jeder Vernunft“ Furore machten. Zusätzlich haben sie das Personal maßvoll eingedampft. […] Das Ganze funktioniert unter Leitung von Johannes Pell auch in der auf eine siebenköpfige Bandstärke abgerüsteten Orchester-fassung fabelhaft. Der Funke [..] springt auf das Publikum über. Was nicht nur an der unverwüstlichen Musik, sondern auch an der im richtigen Tempo gut durchchoreografierten Szene liegt (Marie-Christin Zeisset). […] wird der „ÖSTERREICH-O-MAT“ mit ein paar Münzen gefüttert. Dann öffnet sich der Vorhang und es gibt Berge fürs Jodeln, den Wolfgangsee, die herzige Alpen-Kuh und das Himmelblau ebenso wie die Skyline von Wien fürs Walzern. Eine Eventgastronomie, die sich das Regieteam patentieren lassen sollte.

13.9.21 | Guido Glaner
Dresdnr Morgenpost
Österreich nach Münzeinwurf
[…] Will man dem Pandemie-Drama mit Leichtigkeit begegnen, ist dieses Singspiel das passende Werk: eine harmlose Liebesgeschichte, die sich mit Charme über sich selbst lustig macht und mit traumhafter Musik. […] Die Inszenierung von Toni Burghard Friedrich überzeugt – unter anderem mit einem genialen Einfall: einem Österreich-O-Mat […] Überzeugend ebenso das Orchester […] unter Leitung des neuen Chefdirigenten Johannes Pell. […] Herauszuheben Laila Salome Fischers betörende Einlage mit der Robert-Stolz-Arie „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“. Ein gelungener Auftat in die neue Spielzeit.
13.9.21 | Jens Daniel Schubert
Sächsische Zeitung
Illusionen in der Großstadt
Eine ungewöhnliche wie nachdenkenswerte Version von Benatzkys „Im weißen Rössl“ fordert das Publikum der Dresdner Staatsoperette.

[…] das ganze Ensemble ist mit großer Spiellaune dabei, lässt sich von Marie-Christin Zeisset choreografiert dann doch zu Shownummern verführen und singt, solo und Ensemble, rundum überzeugend. Am Pult des Mini-Orchesters steht Chefdirigent Johannes Pell, der sicher führt und mit offensichtlicher Freude charakterisiert. […] Unterhaltsam: Ein pointiertes Lustspiel mit von jeder schwülstigen Blähung befreiter und gutdargebotener Musik.