Charles Quiggin

Bühnenbildner
Bühnenbildner Charles Quiggin studierte Theaterdesign am Central St. Martin's College of Art and Design. Als Assistent und stellvertretender Bühnenbildner war er unter anderem für die Produktionen „The Boy from Oz“ (Sydney), „Whistle Down the Wind“ (West End) und „Jesus Christ Superstar“ (UK Tour/Broadway/Film) tätig. Für das Royal National Theatre arbeitete er unter anderem an „Kopenhagen“, „The History Boys“, „Aristocrats“, „Afterlife“ und „Pinocchio“ sowie für Disney-Produktionen von „Aladdin“ (California Adventure, Broadway und West End), „Mary Poppins'“ (West End/Broadway und Tournee), „Tarzan“ (Broadway und Deutschland) und „Aida“ (München und Deutschlandtournee).
Außerdem schuf er Bühnenbilder u.a. für „Pique Dame“ (Royal Opera House, London), „Porgy and Bess“ (Washington Opera, Glimmerglass), „Showboat“ (Royal Albert Hall, Lyric Theatre, Chicago, Glimmerglass), „Rebecca – Das Musical“ (Wien, Stuttgart, St. Gallen), „Artus“ (St. Gallen) und „Norma“ (Santiago, Chile), alle unter der Regie von Francesca Zambello.
Als Co-Designer war er „Spiral Show“ (Haitang Bay Theatre, Sanya, China), „The Butterfly Princess“ (Wanda Entertainment, Xishuangbanna, China) und „Les Contes d'Hoffmann“ und „Carmen“ (NCPA, Beiging, China) tätig. Als Bühnen- und Kostümbildner arbeitete Charles Quiggin unter anderem für die Royal Academy of Music, London; für „Oedipus Rex“ und „Cleopatra“ (Marinsky Oper in Graz, Österreich), und „Onkel Wanja“ (Theater Royal, Bath) schuf er die Bühnenbilder und Kostüme für „Les Saisons“ (Royal Ballet, Royal Opera House, London).

Pressestimmen

30.1.2023 | Rico Stehfest
Dresdner Neueste Nachrichten
Damit das Leben einen Sinn hat
Die Staatsoperette Dresden zieht mit „Pippin – Die Kunst des Lebens“ alle Register, und die heile Welt kommt zum Greifen nah.

[…] Die Inszenierung der Staatsoperette Dresden (Regie und Choreografie: Simon Eichenberger) bleibt im überzeitlich Gültigen, statt die Handlung auf Krampf ins Heute zu hieven. Demgemäß fällt die Ausstattung aus (Bühne: Charles Quiggin, Kostüme: Aleš Valášek). In einem schlossähnlichen Saal, der dank einer ausgeklügelten Lichtregie (Michael Grundner) Charles Dickens vor Begeisterung hätte in die Hände klatschen lassen.
[…]. Kerry Jean [eine Prinzipalin, eine Strippenzieherin ersten Ranges] ist in dieser Rolle [...] eine beeindruckend überpräsente und trotzdem leichtfüßige wie ruchlose Meisterin [...] Großmutter Bertha (hinreißend auf Rollschuhen: Bettina Weichert) […] Es ist ein Weg, der es dem Publikum an nichts fehlen lässt. Zur Premiere war dieses sogar derart angeheizt, dass jedes Lied mit spontanem Szenenapplaus bedacht wurde. Zu Recht, wie man anmerken darf. Da bleiben gesanglich keine Wünsche offen, und die Möglichkeit der Verführung durch den schönen Schein lässt einen im bequemen Theatersessel mühelos die Komplexitäten vor der Tür ausblenden. Also: alles richtig gemacht.

30.1.2023 | Rainer Kasselt
Sächsische Zeitung
Das amerikanische Popmusical „Pippin“ wird in der Staatsoperette bejubelt.
[...] Opulentes Bühnenbild, tolle Kostüme, ein Fest fürs Auge. [...] Das Orchester mit dem blendend aufgelegten Dirigenten Peter Christian Feigel entfacht einen mitreißenden Sound. Feurig und sanft, mal auftrumpfende Bigband, mal leises Gitarrensolo. […] Hauptperson des dreistündigen Abends ist die hinreißende kalifornische Sängerin und Tänzerin Kerry Jean. […] Entertainerin, Nummerngirl und Gastgeberin in einer schillernden Person. Vor allem aber tanzt und singt sie atemberaubend. […]. Ein Showstar, wie man ihn nicht alle Tage erlebt […]
Eingerichtet hat das Ganze ein Könner seines Fachs: der vielseitige Regisseur und Choreograf Simon Eichenberger. […] Eichenbergers Produktion verströmt eine kräftige Prise Broadway-Atmosphäre. [...] Ensemble und Solisten sind in Bestform. Bettina Weichert als lebenslustige Ex-Königin Bertha […] läuft Rollschuh. […] Publikumsliebling Silke Richter gibt die intrigante, verschwenderische Monarchen-Gemahlin Fastrada. Marcus Günzel spielt den König gelangweilt, die Pflichten des Amtes ermüden ihn [...] Er stirbt, ohne mit der Wimper zu zucken, noch gelassener reagiert er auf seine Wiederauferstehung. […] Diese Inszenierung hat die Potenz zum Renner.