Bettina Weichert

Mezzosopran
Nach ihrem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Dresden erhielt Bettina Weichert von 1983 bis 1986 ihr erstes Engagement am Opernhaus Chemnitz. Danach wurde sie an die Staatsoperette Dresden engagiert. Hier sang sie die Titelrolle in der viel beachteten DDR-Erstaufführung von Webbers Musical „Evita“ und war u. a. als Erzählerin („Alexis Sorbas“), Bäckersfrau („Into The Woods“), Giulietta („Aspects of Love“) oder Prinz Orlofsky („Die Fledermaus“) zu erleben. 1994 bis 2004 hatte sie Gastverträge, z. B. in Mainz (Annie in „Annie Get Your Gun“), Bielefeld (Kate in „Kiss me, Kate“), Erfurt (Eliza in „My Fair Lady“, Aldonza in „Der Mann von La Mancha“, Anita in „West Side Story“), Düsseldorf (Eliza) und an den Landesbühnen Sachsen (Sally in „Cabaret“). In Stuttgart stand sie von 2004 bis 2006 für „MAMMA MIA“ als Donna, Tanja und Rosie auf der Bühne. Seit 2007 war Bettina Weichert als regelmäßiger Gast an der Staatsoperette u. a. als Madame Ganymare („Der Mann,der Sherlock Holmes war“), Dolly („Hello Dolly!“), Golde („Anatevka“) und Juno („Orpheus in der Unterwelt“) zu sehen.

Aktuelle Produktionen

Pressestimmen

25.10.2021 | Guido Glaner
Dresdner Morgenpost
Um Knopf und Reißverschluss -
„Blondinen bevorzugt!“ an der Staatsoperette Dresden.
[…] In der Regie von Thomas Helmut Heep, unter der musikalischen Leitung von Peter Christian Feigel legt die Produktion los, dass es eine wahre Freude ist. […] Das hat Witz und Tempo [..] und ist […] musikalisch von bestechender Qualität. Devi-Ananda Dahm als Lorelei überzeugt mit klangvoller Stimme und bezauberndem Spiel, Maria-Danae Bansen Dorothy begeistert obendrein als Tänzerin. […] Die Namen von Bettina Weichert (Lady Phyllis), Silke Richter (Ella), Marcus Günzel (Guy), Elmar Andree (Sir Francis), und Bryan Rothfuss (Josephus) stehen ohnehin für Qualität, ebenso der von Gero Wendorff (Henry). [...] famoser Auftritt von Claudio Gottschalk-Schmitt und Michael B. Sattler als singendes und tanzendes Pagen-Duo Coles & Atkins. Viel Applaus am Ende vom Publikum. […]
Dezember 2019 / Januar 2020 | Wolfgang Jansen
musicals – DAS MUSICALMAGAZIN
FOLLIES
Gewagt – gewonnen
Kathrin Kondaurow, die neue Intendantin der Staatsoperette Dresden, beweise Mut. Anders kann man es kaum ausdrücken. […] Sie wagt – und gewinnt! Es ist erstaunlich. Und wunderbar. Und anrührend. Die Inszenierung von Martin G. Berger gelingt auf so glückliche Weise, wie es wohl niemand unter den Premierengästen für möglich gehalten hatte. […] Wie es Berger mit den exzellenten Solisten gelingt, uns immer tiefer in das Innenleben der Figuren hineinzuführen, ist enorm spannend und gehört zu den kleinen Wundern dieser Inszenierung. [...]
Peter Christian Feigel als musikalischer Leiter feierte förmlich die Kompositionen Sondheims, die er mit seinem Orchester mal sensibel, mal jazzig bläserstark zu Gehör brachte. Prachtvoll! Und auf der Bühne eine Riege brillanter Darstellerinnen und Darsteller, die hier gar nicht alle genannt werden können. Frederike Haas als Sally, […] Christian Grygas als Buddy, […] Franziska Becker als Phyllis, […] Marcus Günzel als Ben, […] Bettina Weichert als Carlotta, die mit einem auf die DDR bezogenen Neutext von „l'm still here” zu punkten versteht, […] Stefanie Dietrich als Stella, die mit einer mitreißenden Stepp-­Performance das Haus zum Toben bringt.

30.4.2018 | Rainer Kasselt
Sächsische Zeitung
Von Ohrwurm zu Ohrwurm
In der Staatsoperette Dresden wird »Die Dreigroschenoper« von Brecht und Weill zur schmissigen Jahrmarktsrevue 

[…] Die Ausstattung von Rifail Ajdarpasic spart nicht an riesigen Pappfiguren, lebensgroßen Pferden und fabelhaften Lichtinstallationen. Regisseur Ritschel spielt souverän mit Jahrmarkt- und Show-Effekten der Zwanzigerjahre. Im Eifersuchtsduett zwischen Polly und Zweitfrau Lucy wird eine der beiden Jungfrauen zersägt, gut gesungen und gespielt von Olivia Delauré und Julia Danz. Die gestandenen Solisten der Staatsoperette behaupten sich nicht nur gesanglich, sondern auch spielerisch wacker. Eine famose Charakterstudie als polternde und praktische Mrs. Peachum bietet Silke Richter, ein Höhepunkt ihre »Ballade von der sexuellen Hörigkeit«. Ein Feuerwerk an Humor, Akrobatik und spöttischem Aufbegehren brennen die sechs Banditen (Jannik Harneit, Bryan Rothfuss, Nikolas Gerdell, Dietrich Seydlitz, Andreas Sauerzapf und Gerd Wiemer) ab. In ihren Clowns-Kostümen wird die schräge Sechserbande zum Hingucker des Abends. 
[…] Eine Klasse für sich ist Marcus Günzel als Mackie Messer. Mit tätowierter Brust und grüner Perücke betört er die holde und weniger keusche Weiblichkeit. Er behält die Ruhe in den kritischsten Situationen, ist so verlogen wie verrucht, so charmant wie verwegen. Großartig der Kanonensong, den er gemeinsam mit Freund und Polizeichef Tiger-Brown (Christian Grygas) anstimmt.
Die Zuhälterballade, in der er sich mit Spelunken-Jenny (Bettina Weichert) an jenes halbe Jahr erinnert, als sie von seinem Kopf und ihrem Bauch lebten, »in dem Bordell, wo unser Haushalt war«, ist ein Hit der Inszenierung. 
[…] Kapellmeister Christian Garbosnik leitet das verkleinerte Orchester des Hauses mit Pfiff und Tempo, singt fast jeden Song mit.