20.04.2026

„Reise in die Unterwelt“

Die Staatsoperette Dresden präsentiert ihre neue Spielzeit unter dem Motto „Reise in die Unterwelt“. Inspiriert von antiken Mythen, Märchen und Geschichten über sympathische Außenseiter, Grenzgänger jenseits aller Konventionen und utopischen Sehnsuchtsorten zeigt das Traditionshaus unterhaltendes Musiktheater in allen schillernden Facetten – vom poetischen Tanzabend über anarchische Operettenstoffe bis hin zu swingenden Broadway-Musicals.

Das Publikum darf sich auf fünf fulminante Premieren freuen: Der Tanzabend Ich, Eurydike eröffnet am
20. September 2026 die Saison mit einer zeitgenössischen Perspektive auf den Orpheus-Mythos und konzentriert sich auf Eurydike, die Frau an Orpheus’ Seite. In einer energiegeladenen Choreografie von Gabriel Pitoni präsentiert sich die Ballettkompanie der Staatsoperette gemeinsam mit dem Chor des Hauses sowie Musical-Solistin Sybille Lambrich. Die Musik für diese besondere Uraufführung stammt von Chefdirigent Michael Ellis Ingram – der sich damit erstmals als Komponist am Haus vorstellt – und wird durch elektronische Klänge von Paul Keilhau erweitert. Bereits einen Tag vor der Premiere findet eine Preview der Neuschöpfung im Rahmen des 3. Sommernachtsballs am 19. September 2026 statt. Wie jedes Jahr bildet der Sommernachtsball die spektakuläre Eröffnung der neuen Spielzeit mit Performances und Tanz bis spät in die Nacht und steht traditionell im Motto der Spielzeit.

In der Adventszeit zeigt die Staatsoperette, dass sie auch große romantische Oper kann: Mit Engelbert Humperdincks Märchenspiel Hänsel und Gretel zieht am 7. November 2026 ein echter Klassiker für die ganze Familie ins Kraftwerk Mitte ein. In der Neuinszenierung von Intendantin Kathrin Kondaurow werden bekannte Motive fantasievoll neu befragt und die Figur der Hexe in den Mittelpunkt der Erzählung gerückt.

Mit Anything Goes kehrt das Hit-Musical der goldenen Broadway-Ära von Cole Porter auf die Bühne der Staatsoperette zurück. In der Inszenierung des Leitenden Regisseurs Matthias Reichwald entsteht ab 6. Februar 2027 ein temporeicher Abend zwischen Slapstick, Swing, Stepptanz und natürlich ganz großer Show. Der Großteil der Besetzung kommt aus den eigenen Reihen des Ensembles – allen voran die Publikumslieblinge Sybille Lambrich als Halbweltschönheit Reno und Gero Wendorff als Verkleidungskünstler Billy sind hier zu nennen.

Ab 22. Mai 2027 ist mit Pariser Leben endlich wieder eine der kongenialen Operetten Jacques Offenbachs im Repertoire der Staatsoperette zu erleben. Der vielfach preisgekrönte Autor und Regisseur Peter Lund, der an der Staatsoperette bereits „Clivia“ in Szene setzte, wird dieses Werk in einer neuen, temporeichen Spielfassung auf die Bühne und die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Tanzen bringen. In dieser Operette dürfen die Dienstboten in die Rollen ihrer Herrschaften schlüpfen und endlich einmal selbst auf den Tischen tanzen – Champagnerrausch inklusive!

Als Familienmusical krönt Emil und die Detektive nach dem Roman des berühmten Dresdner Schriftstellers Erich Kästner ab 2. Juli 2027 den Spielplan. In der Theatralisierung von Marc Schubring und Wolfgang Adenberg sind Kleine ganz groß, denn hier spielen Kinder und Erwachsene gleichermaßen die Hauptrollen. Ein echtes Glanzstück für den hervorragenden Kinderchor der Staatsoperette.

Ergänzt wird das Premierenprogramm durch zahlreiche Sonderformate und Konzerte. Dazu zählen u. a. das Neujahrskonzert Poesie der Gegensätze mit den Pantomimen Bodecker und Neander sowie eine Filmvorführung Alfred Hitchcocks Thriller Psycho mit Live-Musik vom Orchester der Staatsoperette. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste.

Mit einem gigantischen Chor werden zudem erstmals Carl Orffs Carmina Burana an der Staatsoperette zur Aufführung kommen. Auf der Bühne stehen dann neben Solist*innen und dem Chor des Hauses der Kinderchor und der Bürger*innenchor der Staatsoperette sowie Studierende der Hochschule für Musik Dresden. Die musikalische Leitung übernimmt Konrad Schöbel, neuer Chordirektor des Hauses ab 2026/27.

Neben den Premieren umfasst die Spielzeit neun Repertoireproduktionen – von „Die lustige Witwe“ bis „Evita“, von „Alice im Wunderland“ bis „Die Fledermaus“ –, die das künstlerische Profil des Hauses prägen und beim Publikum fest etabliert sind.


Annekatrin Klepsch, Kulturbürgermeisterin Dresdens: „Mit dem Programm der Spielzeit 2026/27 gelingt es der Staatsoperette Dresden, sich weiterhin als vielfältiges Musiktheater mit zeitgenössischem Anspruch zu profilieren und Unterhaltung mit künstlerischer Perfektion zu vereinbaren. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage und damit verbundenen Konsolidierungen im städtischen Kulturhaushalt hat dieser Spagat meine Anerkennung. Ich wünsche der Staatsoperette ein treues, wie vielfältiges und begeistertes Publikum in der nächsten Saison.“


Kathrin Kondaurow, Intendantin Staatsoperette: „Die neue Saison entsteht unter anspruchsvollen finanziellen Rahmenbedingungen, die auch uns betreffen. Wir sehen dies zugleich als Ansporn, unsere künstlerische Vielfalt und Innovationskraft weiter zu entfalten. Mit großem Engagement entsteht ein hochwertiges, abwechslungsreiches Programm, das neue Perspektiven eröffnet und das Publikum begeistert wird“.