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Angekommen und angenommen

Staatsoperette zieht Bilanz ihrer ersten Saison in der neuen Spielstätte

Drei Premieren weihten im Dezember die neue Spielstätte gebührend ein: »Orpheus in der Unterwelt«, das Bernstein-Musical »Wonderful Town« und die Eröffnungsgala. Im Mai folgte »Die Hochzeit des Figaro« und als letzte Premiere der Eröffnungssaison wurde Piazzollas Tango-Operita »María de Buenos Aires« gezeigt. Zudem kamen fünf Wiederaufnahme-Premieren – Übernahmen aus der alten Spielstätte – auf die neue Bühne. Der besondere Konzertabend »Bin nur ein Jonny« mit Götz Alsmann als Moderator brachte zu Unrecht vergessene Kostbarkeiten der 1920er und 1930er Jahre ins Gedächtnis zurück.
Zahlreiche Gastspiel wie »Eine Frau, die weiß, was sie will!« mit Dagmar Manzel und Max Hopp von der Komischen Oper Berlin, »KeimZeit« mit dem Thüringer Staatsballett und der Band Keimzeit oder auch das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Musical »Next to normal« bereicherten zudem das Angebot des Hauses.

Auslastung
Die Staatsoperette Dresden beendet ihre erste Saison im Kraftwerk Mitte mit einer Rekord-Auslastung.
Die 133 Vorstellungen in der verkürzten Spielzeit vom 16. Dezember 2016 bis zum 9. Juli 2017 besuchten 84.408 Zuschauerinnen und Zuschauer. Das entspricht einer Auslastung von 93,3 %.

Steigerung
2015/16 – die letzte Saison in der alten Spielstätte in Leuben – wurde mit einer Auslastung von 85 % beendet.Unter Berücksichtigung einer um 100 Plätze höheren Kapazität in der neuen Spielstätte im Kraftwerk Mitte entspricht das für 2016/17 einer Steigerung um 25 %.

Online
18 % aller Eintrittskarten wurden 2016/17 im Internet gekauft. In der alten Spielstätte in Leuben nutzten nur 13 % den online-Kauf. Das entspricht einer absoluten Steigerung um 3.500 Karten.

Struktur des Publikums
24,5 %   Abonnenten
67 %   Individualgäste
8,5 %   Gruppen

Woher kamen die Besucher
63,5 %   aus Dresden
21,5 %   aus dem Umland (= ab 01445 bis 02999; Gäste mit einer max. 1,5 Std. Anreisezeit)
14 %   aus dem übrigen Deutschland
1 %   aus dem Ausland

Spitzenreiter
»Orpheus in der Unterwelt« mit 98,7 %
»Im Weißen Rössl« mit 98,4 %
»Wonderful Town« mit 97,5 %

»María de Buenos Aires«

Astor Piazzollas Tango-Operita an der Staatsoperette Dresden
Premiere: 23. Juni 2017, 19.30 Uhr

Eine ganz außergewöhnliche Produktion steht zum Spielzeitende an der Staatsoperette Dresden auf dem Programm: »María de Buenos Aires«. Das Stück erzählt vom ewigen Kreislauf des Werdens und Wieder-Vergehens, aber auch von Vitalität und der Faszination des Tangos, des »tanzenden Eros«.
Getragen vom Ballettensemble des Hauses, wird die berührende Geschichte der María erzählt. Die fast rauschhafte Tango-Musik von Astor Piazzolla dazu spielt eine 11-köpfige Tango-Besetzung, bestehend aus Musiker des Orchesters der Staatsoperette Dresden. In den Hauptrollen agieren Vasiliki Roussi (María), Tom Quaas (El Duende) sowie Jannik Harneit, Christian Grygas und Marcus Günzel in diversen Partien. Regie und Choreografie liegt in den Händen von Ballettdirektor Radek Stopka. Die musikalische Leitung hat Peter-Christian Feigel.

Zum Stück
Für María, die bettelarm aufwuchs, ist der Tango nicht nur ein Tanz. Er gibt ihr die Kraft, die Vorstadt endgültig hinter sich zu lassen und in Buenos Aires zu bleiben. Der Tango erfüllt sie mit der Energie, die sie in den Bars und Bordellen der Stadt für ihren gesellschaftlichen Aufstieg braucht. Er weckt in ihr und in allen, die sie tanzen sehen, unbändige Leidenschaft. Der Tango ist ihr Leben. Doch er ist es auch, der sie in Gefahr bringt. Am Ende wird er sie unsterblich machen. Denn María ist der Tango.
Ursprünglich komponiert wurde »María de Buenos Aires« 1969 für den argentinischen Rundfunk. Grundlage dafür bildeten Texte des uruguayischen Lyrikers Horacio Ferrer. Piazzolla vermischte dafür argentinische Folklore mit Jazz und klassischer Moderne. Er wurde so zum Erneuerer des Tango Argentino und schuf den »Tango nuevo«. Über 300 Tangos schrieb Astor Piazzolla in seinem Leben. Mit seiner Operita gibt er dem Tanz durch María eine Seele.

Das Rotweinstück
Das Publikum sitzt auf der Bühne im Bühnenbild zwischen Darstellern, Tänzern und Musikern und wird so hautnah ins Geschehen einbezogen. Die 306 Plätze befinden sich auf drei um die Szenenfläche herum gebauten Podesten.
»Das ist doch ein Rotwein-Stück« – diesen Satz prägte Wolfgang Schaller bei einer der Planungsrunden für die Eröffnungssaison. Und so gehört es ebenfalls zum Konzept, dass das Publikum diesen besonderen Abend auch gern mit einem Glas Rotwein in der Hand genießen kann. (30 Minuten vor der Vorstellung und in der Pause kann man Getränke erwerben.

Premierenfeier-Milonga
Im Anschluss an die Premiere am 23. Juni geht es mit Tango weiter. Passend zum Stück legt DJ Salzer im Kranfoyer auf und das Publikum kann den Abend tanzend und stilecht ausklingen lassen.


Wenige Restkarten
Für die Premiere am 23. Juni, 19.30 Uhr und die Vorstellung am 30. Juni, 21 Uhr
von 25 € bis 43 € | ermäßigt von 20 € bis 34 €
unter 0351 320 42 222 | karten(at)staatsoperette.de | www.staatsoperette.de

Weitere Vorstellungen in der Spielzeit 2017/18
28. – 31. März 2018 | 17. – 19. Mai 2018

Götz Alsmann präsentiert: »Bin nur ein Jonny«

Das nicht geschriebene deutsche Musical

Mit diesem Konzert nimmt sich die Staatsoperette Dresden erneut einer Thematik an, die schon seit Beginn der Intendanz von Wolfgang Schaller 2003 dem Haus ein großes Anliegen ist. Damals kehrten als »entartet« gebrandmarkte Werke wie Emmerich Kálmáns »Die Herzogin von Chicago«, Paul Abrahams »Viktoria und ihr Husar« oder Ralph Benatzkys »Im Weißen Rössl« in ihren originalen jazzigen Orchestrierungen auf den Spielplan zurück und erregten überregionales Aufsehen. Zudem befasste sich 2005 die Tagung »Operette unterm Hakenkreuz« mit den Nachwirkungen der ideologisch fehlgeleiteten »Säuberungsaktionen« der
Nationalsozialisten im Musiktheater.

Der Konzertabend »Bin nur ein  Jonny« zeigt nun auf, welch großartige Entwicklung gestoppt wurde, als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen. Unter der musikalischen Leitung von Christian Garbosnik hören Sie bekannte Melodien und Schlager sowie zu Unrecht vergessene Kostbarkeiten.

Multitalent Götz Alsmann – TV-Moderator, Entertainer und Musiker in Personalunion – wird als einer der besten Kenner der Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts auf seine unnachahmliche Art durch den Abend führen und unter anderem auch den Song »Bin nur ein Jonny« interpretieren.


»Bin nur ein Jonny«
Ein Konzert mit Werken von Paul Abraham, Ralph Benatzky, Franz Doelle, Bruno Granichstaedten, Werner Richard Heymann, Emmerich Kálmán, Eduard Künneke, Theo Mackeben, Richard Tauber und Jaromir Weinberger

Musikalische Leitung: Christian Garbosnik
Moderation: Götz Alsmann

Solisten:
Jeannette Oswald | Maria Perlt | Ingeborg Schöpf
Theodore Browne | Christian Grygas | Andreas Sauerzapf

Chor der Staatsoperette Dresden
Orchester der Staatsoperette Dresden

Konzerte
Sonnabend, 10. Juni, 19.30 Uhr und Sonntag, 11. Juni, 19.30 Uhr
Karten von 23 € bis 49 €

unter 0351 320 42 222 oder karten(at)staatsoperette.de

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