Jürgen Franz Kirner

Bühnen- und Kostümbildner
http://www.staatsoperette.de Staatsoperette Dresden Kraftwerk Mitte 1, 01067 Dresden
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Jürgen Franz Kirner lebt und arbeitet als freier Bühnen- und Kostümbildner in Berlin. Er studierte in Kassel, Hamburg und Berlin und arbeitete als Assistent u.a. mit Robert Wilson. Seit 2001 ist er international mit zahlreichen bildnerischen Arbeiten im Schauspiel, Musiktheater und Tanz tätig, u.v.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, der Bayerischen Staatsoper und den Bayreuther Festspielen (Liebesverbot), im Festspielhaus Salzburg (Tosca und Der fliegende Holländer), sowie Theatern in Amsterdam, Antwerpen, Bern, St. Gallen, Ljubljana, Zagreb, Belgrad, Wien, Linz, Graz, Klagenfurt, Montpellier, Triest, Bozen, Rom und Tel Aviv. Als Artist in Residence des Goethe-Instituts führte es ihn nach Salvador do Bahia, Brasilien. Die Arbeiten Russ (2013) und Charlotte Salomon (2015) mit der Choreografin Bridget Breiner am Ballett im Revier erhielten den deutschen Theaterpreis FAUST. Es folgten mit Les Grands Ballets des Canadiens L'Oiseau de Feu und Salome (2023) mit dem San Francisco Ballet.

Aktuelle Produktionen

Pressestimmen

16. April 2024 | Jens Daniel Schubert
Sächsische ZEitung
[…] Bei Bühne und Kostümen greifen Jürgen Franz Kirner und Daria Kornysheva in die Vollen. Da können Werkstätten und Technik zeigen, was sie draufhaben. Die Effekte sind beeindruckend.
Ballett, Chor und Orchester der Staatsoperette sind bei Dostal in ihrem Metier. Das klingt, das rauscht, das hat Pfiff. Christian Garbosnik […] bringt das richtige Feeling und die nötige Erfahrung ein.
Mit Bart de Clercq bekommen Ballett und Solisten Schwung für effektvolle Tänze.
[..] Steffi Lehmann zeigt als Clivia gekonnt die große Diva. […] Riccardo Romero, als Liebhaber Juan und Revolutionsführer Olivero ist zwar ein herrlicher Kontrast, aber natürlich trotzdem ein Operettengeneral, der stimmstarke Partner für herzerweichende Romanzen. […] Sascha Luder erfüllt mit enormer Spielfreude und tänzerischem Geschick das Rollenklischee. Silke Richter als kämpferisch-emanzipierte Guerillera führt den Spagat zur Soubrette mit großem, ansteckendem Humor vor. [...]
15. April 2024 | Nicole Czerwinka
Dresdner Neueste Nachrichten
Hinter den Kulissen Hollywoods
Die Staatsoperette Dresden verführt mit „Clivia“ ins Reich der Illusion. Dabei blieb kaum ein Auge trocken.

[…] Mit Nico Dostals Operette „Clivia“ bringt Regisseur Peter Lund Kinoatmosphäre auf die Bühne im Kraftwerk Mitte und serviert eine rasante Geschichte, die raffiniert die opulente Ästhetik alter Revuefilme aufgreift, ohne ins Kitschig-Belanglose
abzudriften. […] Steffi Lehmann gibt die charmant glamouröse, aber gänzlich unpolitische Diva Clivia mit starker Stimme und verführerischer Eleganz. […] Ganz anders dagegen ist Jola Sanchez, die selbstbewusste Schwester des Präsidenten, der Franziska Becker militärische Ernsthaftigkeit und rebellischen Gestaltungswillen verleiht. […] Mit der Musik, die schmissig und eingängig vom Glück der Liebenden erzählt, erwachen die kühnsten Operettenträume zum Leben. […] An betörenden
Kulissen, schwungvollen Melodien und furiosen Ballett- und Ensembleszenen mangelt es wahrlich nicht in der Produktion. Die Staatsoperette fährt für „Clivia“ alles auf, was das moderne Revuetheater zu bieten hat. […] Mit viel Humor und Ironie gelingt es Peter Lund, die Handlung leichtfüßig und stringent auf die Bühne zu bringen. Ein Unterhaltungswunderwerk, das im besten Sinn die Welt für ein paar unbeschwerte Stunden vergessen lässt, ohne blindes Vergessen zu propagieren.
15. April 2024 | Heiko Nemitz
Dresdner Morgenpost
Filmküsse in der Bananenrepublik
[…] Die Staatsoperette zeigt den Hit zuckerwattig
und genre-weit.
„Clivia“ punktet mit einer fintenreichen Geschichte, die gleichermaßen witzig wie spannend ist und in einem melodramatischen „Casablanca“-Finale mündet. Die Dschungelausstattung (Bühne: Jürgen Franz Kirner, Kostüme: Daria Kornysheva) betört und die Musik dreht immer weiter auf: Nach Walzer-, Tango- oder Paso-doble-Melodien wirft sich das Orchester der Staatsoperette unter Leitung von Christian Garbosnik ganz in die Opulenz klassischer Filmmusik. [...] Ein herrliches Vergnügen.
14. April 2024 | Stefan Frey
BR-Klassik
Eine durchweg überzeugende Um-und Besetzung
[...] Franziska Becker spielt [...] absolut überzeugend, ganz und gar unoperettig und etabliert so die realistische politische Ebene des Stücks.
[...] der Bühnenbild-Dschungel von Jürgen Franz Kirner und die großartigen 30er Jahre Kostüme von Daria Kornysheva [...] - eine wahre Augenweide.
Peter Lund denkt die im Libretto angelegten Motive zu Ende, verändert deshalb pointiert die Texte und macht so die durchaus hanebüchene Geschichte von „Clivia“ plausibel [...]
Gero Wendorff ein Latin- Lover mit Schmelz in der Stimme [...] Steffi Lehmann [beherrscht das Wechselspiel] meisterhaft. Nicht nur kocht sie ähnlich handfest wie Marlene Dietrich, sondern sie tanzt mit ihrem Gaucho auch wie Ginger mit Fred, gibt des kesse Cowgirl im Marika-Rökk-Revuebild genauso überzeugend wie die große Diva, wenn sie Zarah-Leander-like ihre Gefühle mit allem Chorbombast zelebriert. [...]
Andreas Sauerzapf spielt [...] mit hinreißender Komik, ein charmanter Loser mit Gigolo-Charme und tänzelnder Lässigkeit. [...]
Eine durchweg überzeugende Um-und Besetzung [...]. Auch Ballett und Orchester zeigen das. Dirigent Christian Garbosnik schwelgt mit Verve in Dostals Kinopartitur samt Tosca-Zitat und Bart de Clercq lässt seine Revuepuppen elegant und witzig tanzen. [...]