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Kür des Sächsischen Wort des Jahres

Nachheeme gehds redour – die Suche nach dem beliebtesten sächsischen Wort des Jahres startet wieder. Das Reisen spielt dabei eine besondere Rolle.

Sächsinnen und Sachsen lieben das Reisen. Sie wären am liebsten immer unterwegs, wenn es denn gehen würde. Die Weltenbummler haben für das Unterwegssein ihre ganz speziellen Vokabeln. Wenn sie starten, dann sagen sie zum Beispiel: »Mir wärn ma fordmachn«, »ma naus machn« oder »uns off dä Sockn machn«. Das Fernweh quält schon viel zu lange ihre Seelen. Allerdings weiß auch jeder hier, dass die Sachsen die einzigen Menschen auf der Welt sind, die schon Daheeme Heimweh haben.

Jetzt, wo alle zu Hause bleiben müssen, ist die Vorfreude um so größer, wenn das Reisen irgendwann wieder möglich sein wird. Der Bewegungsdrang ist unermesslich und äußert sich im Wortschatz. So heißt es hier: »Mir rammln los«. Wobei rammln in dieser Sprachlandschaft nichts weiter bedeutet, als schnell laufen oder wandern. Sächsinnen und Sachsen wollen sich im Urlaub etwas ansehen, also angucken. Ganz wichtig, sehen, gucken, glotzen, gaffen, lunzen nicht schauen. Das Schauen ist ein Importwort. In Franken, Bayern und Österreich da schauen die Menschen. Aber in Sachsen sieht man durch. Sachsen ist sehenswert, hier befinden sich massenhaft Sehenswürdigkeiten. Von Schauenswürdigkeiten hat hier noch nie jemand etwas gehört und erst recht nicht gesehen.

Gerade weil die Reisefreiheit eingeschränkt ist, müssen wir darüber reden. Deshalb sucht die Jury für das »Sächsische Wort des Jahres« ab sofort nicht nur die bedrohte, die schönste und die beliebteste sächsische Vokabel des Jahres, sondern auch spezielle Wörter, die das Reisen beschreiben. Die Ilse-Bähnert-Stiftung, MDR-Sachsen und Sächsische Zeitung starten ab sofort die Suche danach.

Einlass: 30 Minuten vor Beginn

Veranstalter: Ilse-Bähnert-Stiftung