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Sa
, 29
19:30
Operette
Oper
Doppelabend - doppeltes Vergnügen

Die schöne Galathée | Gianni Schicchi

Komisch-mythologische Operette in einem Akt | Komische Oper in einem Akt
Text von Poly Henrion | Musik von Franz von Suppé | | Libretto von Giovacchino Forzano | Musik von Giacomo Puccini | Deutsch von Gunter Selling
2 Std. 25 Min. (inkl. 25 Min. Pause)
ab 14 Jahre
http://www.staatsoperette.de Staatsoperette Dresden Kraftwerk Mitte 1, 01067 Dresden
http://www.staatsoperette.de Staatsoperette Dresden Kraftwerk Mitte 1, 01067 Dresden
Premiere 27. Oktober 2018
Wiederaufnahme 20.09.2019

Die schöne Galathée

Komisch-mythologische Operette in einem Akt | Text von Poly Henrion | Musik von Franz von Suppé
Der Bildhauer Pygmalion hat sich in seine Statue der Nymphe Galathée verliebt und bittet die Göttin Venus, dem kalten Marmor Leben einzuhauchen. Ein schwerer Fehler: Das fleischgewordene Kunstwerk entpuppt sich als kokettes Wesen, das seinem Schöpfer vom ersten Moment an auf der Nase herumtanzt und ihn tyrannisiert. Ungeniert lässt sich die Schöne vom reichen Kunsthändler Mydas den Hof machen und nimmt teure Geschenke entgegen. Als Pygmalion sie auch noch in einer äußerst kompromittierenden Situation mit seinem Diener Ganymed ertappt, ist das Maß voll. Er bittet Venus, Galathée wieder zu einer Statue werden zu lassen, die Mydas – zur allgemeinen Zufriedenheit – seiner Kunstsammlung einverleibt.

Mit „Die schöne Galathée“, für die Jacques Offenbachs Antiken-Parodien unverkennbar Pate gestanden haben, gelang Franz von Suppé 1865 ein großer Erfolg. Bis heute schätzen Musikfreunde den melodischen Reichtum der kleinen Operette, deren charmante Sologesänge und temperamentvolle Ensembles nicht umsonst an die komischen Opern Gaëtano Donizettis erinnern: War dieser doch ein Onkel Franz von Suppés! Und bereits in der Ouvertüre, die von dem bekannten „Galathée-Walzer“ getragen wird, kündigt sich die Goldene Ära de Wiener Operette an, die mit den Werken von Johann Strauss ihren Höhepunkt erleben wird.

Gianni Schicchi

Komische Oper in einem Akt | Libretto von Giovacchino Forzano | Musik von Giacomo Puccini | in deutscher Sprache
Am Totenbett des reichen Buoso Donati haben sich dessen scheinheilige Verwandte versammelt. Zu ihrem Ärger müssen sie erfahren, dass der Verstorbene sein gesamtes Vermögen einem Kloster vermacht hat. Der junge Rinuccio weist einen Ausweg. Man soll den Vater seiner Geliebten Lauretta rufen, den Bauern Gianni Schicchi, den die hochmütige Verwandtschaft als nicht standesgemäß verachtet. Der schlaue Schicchi weiß auch sogleich Rat. Er legt sich verkleidet in das Bett des Verstorbenen und diktiert dem herbeigerufenen Notar mit verstellter Stimme ein neues Testament. Wie groß ist aber das Entsetzen der habgierigen Sippschaft, als sie nur kleine Teile der Erbschaft abbekommt, die fettesten Brocken jedoch einem anderen vermacht werden!

Seltsamerweise stand ein erhabener Dichter an der Wiege dieser spritzigen Erbschleicher-Komödie, nämlich Dante. Einige Verse aus seiner „Göttlichen Komödie“ gaben Giacomo Puccini die Anregung zu seiner einzigen komischen Oper, für die er schon lange nach einem geeigneten Stoff gesucht hatte. Mit der Musik zu „Gianni Schicchi“ zeigt sich der Komponist von einer ganz neuen Seite: Die Partitur quillt förmlich über vor witzigen Einfällen und findet in der berühmten Arie der Lauretta „O mio babbino caro“ (Väterchen teures, höre) auch den nötigen Ruhepunkt.
Pressestimmen
29.10.2018 | Ute Grundmann
Die Deutsche Bühne
Heitere Muse und schwarzer Humor

»Die Statue der Galathée erwacht zum Leben und verdreht allen Männern den Kopf.
Gianni Schicchi wird nach seinem fiesen, aber erfolgreichen Testamentstrick von einem
Mafiakiller rücklings erschossen. […] Im ebenso hübschen wie praktikablen Bühnenbild von Arne Walther […] hat Axel Köhler die absehbare Handlung mit sicherer Hand inszeniert.
Dann also Giacomo Puccinis ›Gianni Schicchi‹, auf Fünf-Personen-Operette folgt 15-Personen-Komische Oper. […]
Das Orchester der Staatsoperette unter Andreas Schüller setzt auch hier sehr gelungen die angemessenen, sarkastischen, bitterbösen Kommentartöne zur Handlung.«
29.10.2018 | Nicole Czerwinka
Dresdner Neueste Nachrichten
Premiere hoch zwei
Kurze, amüsante Formate sind nicht erst seit dem Fernsehzeitalter ein beliebtes Unterhaltungsgenre. […] Das zeigt die Staatsoperette Dresden, die mit einer Premiere im Doppelpack Saisonauftakt feiert. Spritzige Operette trifft hier mit Franz von Suppes »Die schöne Galathee« auf Giacomo Puccinis  bitter- ironischen Opernspaß »Gianni
Schicchi«. […]  In der Regie von Axel Köhler und mit Bühnenbildern von Arne Walther fügt sich dies am Ende zu einem runden Musiktheaterabend zusammen.

»Der beginnt mit ›Die schöne Galathee‹ zunächst unbeschwert. Andreas Schüller lässt das Orchester der Staatsoperette Dresden in der Introduktion schwelgen, wobei der Vorhang geschlossen bleibt. […]
Maria Perlt verleiht der marmornen Galathee erotisch aufbrausendes Leben. Sie bestimmt das Spiel stimmlich wie darstellerisch, […]
Der Kontrastpunkt des Abends wird sofort anhand der Kulisse kenntlich:  […] Auf der Bühne geht es jetzt lebhaft zu, eine ehrgeizige große Ensembleszene, in der die Verwandtschaft versucht zu retten, was noch zu retten ist. Stimmlich sticht Silke Richter als Zita heraus. Richard Samek kann als ihr Neffe Rinuccio verzaubern, ebenso wie Annika Gerhards, die mit Laurettas Arie sofort Szenenapplaus erntet.«
28.10.2018 | Nicole Czerwinka
Elbmargarita.de
Premiere im Doppelpack

»Mit ›Die schöne Galathée‹ startet der Abend zunächst unbeschwert. Andreas Schüller lässt das Orchester der Staatsoperette Dresden in der Introduktion vor geschlossenem Vorhang schwelgen. Ganz ohne Bilder entwickeln die schmissigen Melodien dennoch einen gewissen Sog, wecken Neugierde auf das, was nun kommen mag. […]
Ohne Frage ist Puccinis Musik weit komplexer als die der Operette, die Story noch stringenter, voller schwarzem Humor. Hintersinnig zeigt Axel Köhler eine raffgierige Mafia-Familie im Trauergewand. Das Orchester wechselt in einen dramatischen, rauschenden Duktus. […]«
29.10.2018 | Jens Daniel Schubert
Sächsische Zeitung
Statue wird Superweib

»Axel Köhler lässt die Geschichten heute spielen. […]
Maria Perlt kann mit den großen Koloraturen der Galathee brillieren, Antigone Papoulkas spielt burschikos den Ganymed, mit feiner Selbstironie auch die eigene griechische Herkunft. Die komödiantische Ader von Andreas Sauerzapf als Mydas pulsiert unter Hochdruck.
Den ›Schicchi‹ lässt Köhler mit seinen Ausstattern Arne Walter und Judith Adam im Mafia-Milieu spielen […]
In der Titelrolle glänzt Ralf Lukas. Annika Gerhards gibt die Tochter mit dem Wunschkonzertklassiker und Richard Samek den Puccini Tenor an ihrer Seite. […]
Mit Andreas Schüller am Pult und einem gut aufgelegten Orchester bekommt Suppe geradezu Offenbach'sche Leichtigkeit und Schwung, der Bogen zu Puccini gelingt wie selbstverständlich und überzeugend.«