Ohrwürmer für die Ewigkeit

Annika Gerhards über ihre Rolle in »Frau Luna«
»Schlösser, die im Monde liegen, bringen Kummer, lieber Schatz!« Das weiß zumindest Marie in der Operette »Frau Luna«. So ganz von dieser Weisheit überzeugen lassen will sich ihr Verlobter Fritz Steppke allerdings nicht, er ist ein absolut mondbegeisterter Raumfahrtenthusiast und so landet er (ob nur im Traum oder tatsächlich, das wird man der Inszenierung überlassen müssen...) mit seiner Rakete eben dort, auf dem Mond, mit all seinen illustren Bewohnern und einer Chefin, die sich seinem Charme kaum entziehen kann. Ein rauschendes Fest beginnt, Liebeleien und Eifersüchteleien kommen in bester Operettenmanier natürlich nicht zu kurz und zum Schluss muss Marie zur Sicherheit von der Erde geholt werden, damit Fritz auch wirklich wieder in den heimischen Hafen zurückkehrt.  Am Ende ist allen Berliner Beteiligten klar: so anders geht es da oben gar nicht zu! Nachdem ich drei Jahre in Wien gelebt und gesungen habe und ein paar typisch österreichische Operetten kennenlernen durfte, habe ich mich umso mehr gefreut, dass meine erste Neuproduktion an der Staatsoperette Linckes berlinerische, »burlesk-phantastische Ausstattungsoperette« war – und ich als Marie noch dazu eine der bekanntesten Nummern aus diesem Werk singe! Da ich absolut prädestiniert dafür bin, mir Ohrwürmer einzufangen, die eine gefühlte Ewigkeit bleiben, ist mit »Berliner Luft« ein neuer dazugekommen.