Operette
ORPHEUS IN DER UNTERWELT

ORPHEUS IN DER UNTERWELT fällt aufgrund der Havarie aus

Welche Operette würde besser in die heutige Zeit passen? Wo der Olymp so verunsichert ist, dass er die Unterwelt kennenlernen will und jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

Impressionen

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Beschreibung

Schon lange kriselt es in der Ehe von Orpheus und Eurydike. Als sich einer ihrer Liebhaber als Höllengott Pluto entpuppt und sie in sein Reich entführt, löst das bei Orpheus einen Freuden­taumel aus. Aber die Öffentliche Meinung zwingt ihn, den äußeren Schein zu wahren. Er soll die verlorene Gattin vom Göttervater Jupiter zurückverlangen. Weil Pluto alles leugnet, beschließen die Göttinnen und Götter, die Unterwelt selbst zu inspizieren. Dort beginnt Jupiter in Gestalt einer Fliege ein Ver­hältnis mit der sexuell vernachlässigten Eurydike. Doch wieder greift die Öffentliche Meinung ein: Eurydike muss Orpheus folgen – dieser darf sich beim Verlassen der Unterwelt aber nicht nach ihr umdrehen! Sowohl Jupiter als auch Pluto versuchen, den Triumph der Öffentlichen Meinung zu verhindern …

Die gesellschaftliche Brisanz der 1858 uraufgeführten Operette verstanden auch die Spitzen und Stützen des Zweiten Kaiserreichs. Unter dem kaum verhüllenden Deckmantel der griechischen Mythologie erkannten sie die giftigen Seitenhiebe auf die Pariser Zustände und Sitten. Zumindest Kaiser Napoleon III. nahm Offenbach die Anspielungen nicht übel. Bei einem Besuch im Theater applaudierte er ausgelassen. Die Begeisterung des Publikums blieb über die vielen Jahrzehnte bestehen. Heute ist »Orpheus in der Unterwelt« ein Klassiker des Operetten- Repertoires. Nicht zuletzt durch den feurig-überschwänglichen Höllen-Can-Can.

Dauer ca. 2 Std 30 min (inkl. 25 min Pause)



Musikalische Leitung

Gabor Hontvari

Inszenierung

Bühnenbild und Projektionen

Bühnenbildassistenz

Kostüme

Choreografie

Choreinstudierung

Dramaturgie

Technische Leitung


Orpheus

Eurydike

Öffentliche Meinung

Jupiter

Pluto (Aristeus)

Hans Styx

Merkur

Juno

Diana

Venus

Cupido

Zerberus

Bacchus / Charon

Neue Staatsoperette startet mit der Unterwelt

[…] Im 2. Akte drehten Solisten, Chor, Tänzer und Orchester auf. Höhepunkt waren das von Andreas Sauerzapf überzeugend vorgetragene Hans-Styx-Couplet »Als ich einst Prinz war von Arkadien« und das Fliegenduett von Jupiter und Eurydike. Begeisterten Applaus bekamen die Tänzerinnen als Insekten-Liebespolizei in den sächsischen Landesfarben.

BILD | Jürgen Helfricht

19.12.2016

Die Staatsoperette eröffnet mit »Orpheus in der Unterwelt« den Saal im Kraftwerk Mitte

Voilà, der Vorhang im Kraftwerk Mitte ist gefallen. Nach jahrelangem Hickhack dürfte die Eröffnung des neuen Kulturzentrums für die Staatsoperette eines der größten Weihnachtsgeschenke sein. […]
Im neuen Saal hat das Orchester nun genug Raum für guten, niemals überbordenden Klang, den Andreas Schüller am Pult ganz langsam aufflammen lässt, dem er klare Konturen und warme Farben verleiht. Die Inszenierung hat indes reichlich Platz für phantasievolle Spiele mit dem Genre.
[…] Die Handlung ist komplex und überladen. So richtig ernst nehmen kann man in dem tollen Treiben eigentlich nichts. Doch genau das ist auch der Sinn der Sache: Das Lachen, der Humor. Derbe Späße und viel bunte Unterhaltung. Da ist die lebenshungrige Eurydike, die ihren Mann Orpheus satt hat und Pluto in die Unterwelt folgt. Orpheus ist das zwar ganz recht, er lässt sich jedoch von der öffentlichen Meinung überreden, Eurydike von Pluto zu befreien. In Jupiters Reich indes vertreiben sich die Götter ihre Zeit mit Liebesabenteuern und Jupiter beschließt heimlich, die schöne Eurydike kennenzulernen. Er umsummt sie erfolgreich als Fliege, flieht mit ihr und die beiden landen auf Plutos Höllenball, wo am Ende – natürlich – doch noch alles anders kommt.
[…] In dieser Welt gibt es alles, was eine unterhaltsame Operette braucht: einfallsreiche Ballette (Choreografie: Radek Stopka) und raschelnde Kostüme (Uta Heiseke), einen spielfreudigen Chor (Thomas Runge) und viele Ideen, ja auch die eine oder andere Anspielung an reißerische Headlines in der »Lügenpresse«.

www.elbmargarita.de | Nicole Czerwinka

20.12.2016

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