Konzert
BIN NUR EIN JONNY

BIN NUR EIN JONNY

Multitalent Götz Alsmann – TV-Moderator, Entertainer und Musiker in Personalunion – führt als einer der besten Kenner der Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts durch den Abend.

Beschreibung

Plötzlich war Schluss. Noch zu Beginn der 1930er-Jahre befand sich die Operette auf ihrem Höhepunkt. Mit den Einflüssen von Jazz und Schlager entwickelte sie sich zu dem, was wir heute Musical nennen. Werke wie »Die Herzogin von Chicago« oder »Die Blume von Hawaii« waren echte Kassenschlager. Doch viele der Komponisten und Interpreten waren Juden. Genau das wurde ihnen und ihrer Musik zum Verhängnis. Ab 1933 wurden nach und nach alle jüdischen Künstler aus dem Musikleben Deutschlands hinausgedrängt. Ihre Werke verschwanden von den Spielplänen. Damit und durch Parolen wie »Swing tanzen verboten« blieb das deutsche Musical ungeschrieben. Wie zum Beweis dafür wird die Staatsoperette Dresden all diese grandiosen Kompositionen Revue passieren lassen.

Der Konzertabend »Bin nur ein Jonny« bringt nicht nur bekannte Melodien und Schlager sowie zu Unrecht vergessene Kostbarkeiten ins Gedächtnis zurück. Er zeigt auch, welch großartige Entwicklung damals gestoppt wurde. Sonst, ja sonst hätte dies mit Sicherheit zum deutschen Musical geführt. Erst nach dem Krieg wurde das inzwischen entstandene amerikanische Musical quasi reimportiert. Heute sind die Werke von George Gershwin, Cole Porter und Leonard Bernstein so populär wie damals das »Weiße Rössl«.



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